Die Wellenstruktur der Schöpfung


Bunte, sich überschneidende WellenWenn man einen Strand entlangwandert, können wir im Sand die Wellenstrukturen erkennen, die das Wasser hinterlassen hat. Die immer gleiche Wellenbewegung der Wassermoleküle hat sich tief in den Sand eingegraben. Das Kleine offenbart sich im Großen, der Mikro- im Makrokosmos. Auch zeigt sich das Wasser damit als ein aktives Medium. Die Wellen sind Bestandteil seines Wesens.

Physikalisch ist eine Welle eine sich räumlich ausbreitende periodische Veränderung des Gleichgewichtszustands eines Systems. Mechanische Wellen, wie in diesem Falle die Sand- und die ihnen zugrundeliegenden Wasserwellen benötigen ein Trägermedium. In der Vorstellung des Teilchenuniversums müssen sich in diesem Medium schwingungsfähige Teilchen befinden, die untereinander verkoppelt sind. Im Falle des Wassers ist das Wasser zugleich Trägermedium als auch aus eben diesen schwingungsfähigen Teilchen bestehend. Die Welle selbst ist immateriell. Sie ist da, ohne Zweifel, doch sie besteht materiell nur aus dem Trägermedium (Wasser).

Wellen. Links im Sand, rechts: Wellenstruktur in Wolkenbildung

Auch die Luft ist ein solches, wenngleich auch viel weniger dichtes und feineres Trägermedium. Die Naturbeobachtung zeigt uns auch hier die Welleneigenschaften des Luftmediums. Wolken treten z.B. in solchen „Paketen" auf. Wie die Wellen im Wasser ist der sich zu Wolkenpaketen formierende Wasserdampf ein sichtbarer Ausdruck des Wellenwesens des Luftelementes. Die Wolkenpakete folgen aufeinander in wunderbaren periodisch-rhythmischen Strukturen, die – wie der zu Wellen geformte Sand – die immaterielle Welle offenbaren, die für unsere Augen unsichtbar die Luft schwingen lässt.

Verlassen wir die Vorstellung des reinen Teilchenuniversums wie in den Theorien des Quanten-Raums, so wird das ganze Universum zu einem solchen Wellenmedium. Trägermedium der Wellen ist hierbei der Raum selbst. In der älteren Sprechweise ist es der – inzwischen in der Physik verpönte – Begriff des Äthers. Ja die Theorie geht sogar noch viel weiter. Die Materie, alles Leben und seine Energie werden als eine sich aus diesen Wellen bildende Folge verstanden. So wie die Wellen des Wassers die Wellen im Sand und die Wellen der Luft die Rhythmik der Wolken entstehen ließen, erzeugen die Wellen im Quantenraum, die sich im informationstragenden Subquantenfeld ausbreiten, unser sichtbares Universum.

Alle Naturgesetze lassen sich dabei aus nur drei Grundprinzipien dieses Welle-Raum-Mediums (dem „Äther") ableiten:

  • Quanten-Materiewellen existieren im Raum und sind Ergebnis einer skalaren Wellengleichung.
  • An jedem Punkt im Raum, verbinden sich die Wellen aller Teilchen (die selbst wiederum aus Wellen bestehen) im Universum um das Wellen-Medium des Raumes zu bilden (so wie die Wassermoleküle das Wellenträger-Medium Wasser bilden).
  • Die gesamte Amplitude aller Teilchen-Wellen im Raum sucht überall immer ein Minimum.

Demnach ist die Natur eine Erscheinung der Quantenraum-Wellen, des Äthers. Die verschiedenen Stoffe, Körper und Energien entstehen durch verschiedene Frequenzen (respektive Wellenlängen) und ihrer Resonanzen und Interferenzen dieses alles durchdringenden – immateriellen – Feldes.

Rute mit Skala über SandwellenAls Folge davon, können wir auch die Prämisse z.B. der physikalischen Radiästhesie verändern, wonach z.B. eine Wasserader elektromagnetische Wellen aussendet. Die Wasserader selbst IST eine Welle im Quantenraum – ebenso wie der Mensch. Nutzen wir räsonierende Grifflängen auf der Rute, tritt das Wellen-System Mensch mit dem Wellensystem Wasserader in Resonanz, es kommt zur Interferenz und damit zur Veränderung der Muskelspannung, was den Rutenausschlag provoziert. Mit geringfügig anderen Worten beschrieb Wilhelm Reich die Rutenreaktion als die Folge des orgonenergetischen Kontaktes des Orgonfeldes des Rutengängers mit jenem der Wasserader.

Bei der inneren Wahrnehmung scheinbar äußerer Phänomene – wie z.B. der Wahrnehmung eines Krafttieres im Schamanismus – erzeugt die „Quantenraum-Welle Krafttier" eine ebensolche Resonanz in der „Quantenraum-Welle Mensch". Das „Rufen" eines Spirits im Ritual entspricht der Erzeugung einer Resonanzwelle, die als „Raumwelle" für entsprechende Resonanzen und Interferenzmuster sorgt.

Dass Wellen in der Natur allgegenwärtig sind, zeigen Naturbeobachtungen. Inwieweit die aktuellen Theorien der Wellennatur der Materie und des ganzen Universums sich bestätigen werden, wird die Zukunft der Physik zeigen. Die Mythen sagen es jedenfalls längst:

Im polynesischen Schöpfungsmythos ersingt Taaora durch das zurückhallende Echo seiner Stimme (Resonanz) die Welt. Der Klang wird zur sinnlichen Metapher der Wellenstruktur des Universums. Ebenso ersingt das Schöpferwesen Quaoar bei den Tongvar-Indianern das Universum. Im finnischen Mythos singt Luonnatar das Schöpfungslied und im Johannesevangelium ist es der Klang des ersten Wortes Gottes, der die Schöpfung erzeugt.

 

 

Titelbild Wellen © Cane Hoyer/fotolia.com
alle anderen Bilder © Stefan Brönnle


Kommentare (2)

  1. Heike Karin:
    15.09.2018 17:17

    Was bitte ist zu verstehen unter: .... den Wellen im Quantenraum, die sich im informationstragenden Subquantenfeld ausbreiten, (und so) unser sichtbares Universum erzeugen...? Oder ... Quanten-Materiewellen existieren im Raum ....? Was genau sind denn die Bestandteile des Subquantenfeldes nun, die aus dem Klang Materie werden lassen wie zb die Planeten??

  2. Stefan Brönnle:
    16.09.2018 10:28

    Vielen Dank für das Interesse!
    Der Klang wurde als Metapher verwendet, wie er in den Mythen Anwendung findet. Es ist nicht Klang im physikalischen Sinne, der Materie entstehen lässt (dieser könnte sich im Weltall nicht ausbreiten).
    Hier wird im Artikel Bezug genommen auf die Theorie der Wellennatur der Materie. Nach dieser Theorie erzeugen Wellen im Quanten-Raum die gesamte Materie des Universums.
    Um physikalisch zu erklären, was Quanten-Materiewellen oder das Subquantenfeld ist, fehlt hier der Raum. Hier wäre ein erklärender Link (Leider nur auf Englisch), wenn dieser nicht überfordert: http://wsminfo.org/articles/GREIT6Oct06.htm
    Vereinfacht gesagt: Bestehen Elektronen und Atome nicht wie im schulischen Atommodell dargelegt aus Teilchen, sondern aus Wellen. Diese bilden die Basis der materiellen Struktur. Diese Wellen finden im sogenanten Subquantenfeld statt. Ein Begriff, der dem Begriff und der Beschreibung des Äthers ähnelt (Der Begriff des Äthers wird jedoch in der Physik nicht mehr verwendet. Es gilt als "unschick" ihn zu nutzen).

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