Freie Drachen


Bäuerliches Votivbild Margarethe mit dem Drachen im ArmDas alte Verhältnis des Menschen zur Erde spiegelt sich im Drachenkampf wider: Was nicht nutzbar gemacht werden kann, wird zerstört. Ausbeutung oder Tod, eine andere Wahl schien die Menschheit den irdischen Kräften kaum zu lassen. Wie anders wirkt da die bäuerliche Votivgabe aus der Wallfahrtskirche Heiligkreuz im Kanton Luzern/Entlebuch!
Die Heilige Margarethe (in Schwarz, Weiß und Rot gewandet) hält den Drachen im Arm, als wäre er ein schützenswerter Säugling oder ihr geliebtes Haustier, kein Kampf, kein Widerstreit. Die weibliche Kraft und die Drachenkraft sind in Liebe vereint.

Es ist Zeit, sich vom okkupierenden Vorgehen eines St. Georg zu befreien und sich einer solchen liebevollen Hinwendung der Margarethe zuzuwenden. Die einst frei sich über die Landschaft bewegenden Drachenkräfte sollten nicht nur funktional und nutzbringend betrachtet werden. Diese Fragen begegnen mir noch viel zu oft: "Wozu ist dieses Phänomen gut?" - "Wie kann man den Ort nutzen?" Dabei geht es vielmehr darum, wie wir lernen können, uns der Erde zuzuwenden. Oder andersherum gefragt: "Welchen Nutzen bringen wir der Erde?"

Es ist Zeit, das Verlangen nach Kontrolle aufzugeben und sich angstfrei hinzugeben: An die Erde, an die Natur, an das Leben! Ein Leben in absoluter Kontrolle ist kein Leben und es bietet auch keinerlei vorgegaukelte Sicherheit. Leben, wirkliches Leben, ist stets riskant. Ja, wir können dabei verletzt werden, wer wurde das nicht schon? Doch vollständig unverletzt sind wir nur Schaustücke in der geschützten Vitrine eines virtuellen Museums.

Der Drachenkraft zu begegnen, bedeutet frei zu atmen, sich frei zu bewegen, sich auf der Erde niederzulassen, Pflanzen, Tieren und Menschen zu begegnen. In dieser freien Begegnung erfahren wir die Drachenkraft des Lebens selbst, jenem ungebändigtem Impuls, der uns durchströmt, wenn wir verliebt sind, wenn wir genießen, wenn wir eben allen Schutz fallen lassen.

Die freie Drachenkraft ängstigt viele, weil sie eben den meisten völlig unbekannt ist. Sie ist etwas Fremdartiges - obwohl sie doch so innig mit unserem Leben auf der Erde verbunden ist. Darum ist es auch an der Zeit, sich diesem Unbekannten zu stellen, anstatt es mit ganzer Kraft zu bekämpfen.

So innig die Beziehung von Margarethe mit dem Drachen im Bild ist, irgendwann ist es Zeit, den Drachen frei zu lassen. Irgendwann wird der Säugling groß und will selbst laufen, irgendwann will das "Haustier" sich frei bewegen. Dieser Impuls der freien Bewegung ist eine Gesetzmäßigkeit des Lebens selbst. Wir erkennen sie in den Tieren, in den Pflanzen, ja selbst im Lauf des Wassers, dass sich auch nicht auf ewig in Kanäle sperren lässt. Lassen wir die freie Bewegung nicht zu, wird sie sich früher oder später selbst zur Freiheit Bahn brechen: Die Pflanze überwächst ihr Spalier, das Tier läuft davon, das Wasser bricht aus seinem Bett...

Machen wir uns mit der Drachenkraft in uns vertraut, geben wir ihr Raum, lassen wir sie frei! Erst dann wird der Mensch (wieder) begreifen, was Leben ist!

#freeDragon

 

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Bild © Stefan Brönnle

 


Kommentare (2)

  1. Bea:
    21.01.2021 12:39

    Gern was gespendet .danke für den schönen Artikel über die Drachenenergie
    Bea

  2. Gertraude Dr. hillenbrand:
    31.01.2021 11:25

    Herzlichen Dank, freue mich auf die nächste Sendung!!

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