Pflanzen zur Sommersonnwende


Frau mit PlütenkranzWir nähern uns bereits wieder dem Sonnen-Höhepunkt des Jahres. Die Natur ergießt sich in all ihrer Vitalkraft. Daher war das Sonnwendfest mit seinen Bräuchen auch stets mit den Pflanzen verbunden:

  • Das Johanniskraut steht in voller Blüte und der blutrote Saft, der austritt, wenn man die Blüte zwischen den Fingern zerreibt, ist eine Signatur der Vitalität, der Lebenskraft und des Blutes.
  • Die Kamille zählt ebenfalls zu den klassischen Sonnwendkräutern. Die Germanen weihten die Pflanze dem Sonnen- und Lichtgott Baldur, sie wurde „Wimper des Baldur" genannt.
  • Der Hanf diente der Kontaktaufnahme mit den Spirits und unterstützte die rauschenden Feste der Sonnenwende.
  • Das Mädesüß, gerade in der Mittsommernacht gesammelt, wurde für vielerlei magische Zwecke genutzt: Mit den Blüten ins Wasser geworfen, konnte man erfahren, wer einen bestohlen hatte: War es ein Mann, so versanken die Blüten, war der Dieb eine Frau, so schwammen sie.
  • Der Beifuß ist bereits in Neanderthalerngräbern zu finden gewesen. Eine typische Schwellenpflanze, die den Übertritt in die abnehmende Kraft der Sonne zelebriert.
  • Auch der Holunder ist eine solche Schwellenpflanze. Wer das Reich der Feen betreten will, begibt sich zur Mitsommernacht unter einen Holunder, den Holler-Busch, den Baum der Frau Holle oder auch „Eldermutter".
  • Die lichte und heilende Kraft der Schafgabe hat zur Sommersonnwende ihren Höhepunkt.
  • Aber auch Bäume wie die Eiche gehören zu den typischen Ritualpflanzen der Sommersonnwende: Eichenzweige zur Mittsommernacht an Türen und Fenster gesteckt, vertreiben das Böse.
  • Ein Blatt des Gänsefingerkrauts in der Mittsommernacht (oder später, christlicher in der Johannisnacht) gezupft und in die Geldbörse gelegt, bewirkt, dass dir das Geld nie ausgeht, seine Wurzel als Amulett getragen baut eine Brücke in die Lichte Kraft des Naturbewusstseins.

Diese und noch viele andere Pflanzen tragen die Kraft der Sonne in sich. Sie verbinden zur Sommersonnwende die Bewusstseinskraft mit der Erde und den Menschen, die die Pflanzen ehrt.

 

Bild karpix/istockphoto


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