Unsere Pflanzengeister – Die Akelei


AkeleiAndere Namen: Adlerblume, Elfenschuh, Elfenhandschuh , Columbine, Glockenblume, Handschuh, Harlekinsblume, Hoselätzli, Klockenblume, Narrenkappen, Schlotterhose, Weiberkappen, Taubenblume, Tauberln, Fünf Vögerl zusamm, Kapuzinerhütli, Pfaffenkäpple, Venuswagen.

Der deutsche Name "Akelei" ist abgeleitet vom botanischen Namen aquilegia. Die Bedeutung ist unklar, eventuell besteht eine Verbindung zu den lateinischen Wörtern aqua = Wasser und legere = sammeln, wegen der füllhornartigen Nektarblätter. Andere führen den Namen auf „aquila“ = Adler („Adlerblume“) zurück, da der Sporn ähnlich gekrümmt ist wie der Schnabel und die Krallen eines Adlers. Im Altertum glaubte man, Löwen fräßen die Akelei im Frühling, um ihre Körperkräfte zu steigern. Botaniker nannten die Blume demzufolge Herba Leonis.

In vorchristlicher Zeit wurde die Akelei als Aphrodisiakum verwendet, auch die Meskaki-Indianer in Nordamerika, bereiteten unter Verwendung der Akelei Liebestränke zu. In Europa waren vor allem die Samen Bestandteil vieler Hexensalben. Bei den Germanen war die Akelei der Fruchtbarkeitsgöttin Freya geweiht.

Im Mittelalter wurde die Akelei Männern, die durch Hexerei der Potenz beraubt worden waren, als Gegenmittel empfohlen. Es geht sogar die Sage, dass die aphrodisischen Kräfte des Akelei-Samens schon bei bloßer Berührung übertragen werden. Dabei sollte der Mann die Samen zu feinem Pulver zerreiben und damit die Handflächen einreiben. Berührte er damit eine Frau, war diese sogleich erregt. Auch in anderen Fruchtbarkeitsritualen spielte die Pflanze eine Rolle, denn gegen die Unfruchtbarkeit sollte man sie ins Bettstroh legen. Einer jungen Frau im 17. Jahrhundert einen Akeleistrauß zu schenken, galt aufgrund der sexuellen Symbolik der Pflanze als unschicklich. Auch ihr Volksnahme „Venuswagen“ deutet darauf hin.

In der Naturheilkunde wird die Akelei u.a. auch zur Behandlung von Schwächezuständen und Menstruationsstörungen angewandt. Umgekehrt wird die Akelei auch auf die Demut Mariens bezogen. Das Pflanzensymbol weist dabei auch auf die wunderbare Mutterschaft Marias hin. Die Akelei mit ihren entfernt taubenförmigen Blütenblättern („Taubenblume“) symbolisiert auch den Heiligen Geist. Auch hierin kommt der – nun geistig gedeutete – „befruchtende Charakter“ zum Ausdruck. Einer Theorie nach leitet sich auch das „Dreiblattornament“ in der Gotik von Blatt der Akelei ab.

Die Blütenessenz der Akelei „Columbine“ wird als Mittel für geistig-seelische Impulse und Neuanfänge genutzt.

Die Akelei – Geist der geistig-seelischen und körperlichen Befruchtung.



Bild: © Stefan Brönnle

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