Körperportale: Das Seelenportal


Seelenportal am HinterkopfUnser Körper besitzt eine Reihe von Resonanzzonen, von „Portalen“, die für die erweiterte Wahrnehmung hilfreich sein können. Um diese zu aktivieren, stellt man sich am besten ein Fenster oder eine Türe an dieser Stelle vor. Indem man die Türe oder die Fensterläden weit öffnet, wird der Resonanzbereich aktiviert. Hilfreich ist es auch, sich vorzustellen, man würde durch das geöffnete Fenster hinausblicken. Die wahrgenommenen inneren Bilder werden je nach genutztem Körperportal z.T. sehr stark variieren.

Das Seelenportal befindet sich am Hinterhaupt, dort, wo die Wirbelsäule in den Schädel mündet. Diese essenzielle Region hat verschiedene Namen. Medizinisch kennen wir sie als Medulla oblongata. In der chinesischen Tradition des Qi Gong, Taijiquan, etc. ist sie als „Jadekissen“ (Yu Chen) bekannt. Man sagt, sie würde „den Geist öffnen“. Der Punkt besitzt eine starke Yin- Kraft. Im Grunde ist das Seelenportal mit dem Alta major identisch. „Mund Gottes“ ist ein weiterer Name für diese Körperzone.

Medulla oblongata wikipedia

In Ägypten legte man Verstorbenen einen Skarabäus aus Fajance (Karamik) in den Mund. Damit wurde dieser Bereich quasi versiegelt und verhindert, dass das „Ka“ – ein Seelenanteil – den Körper vollständig verließ. Der Mundraum liegt mit dem Seelenportal in einer Linie.
Ein Ausfall der Medulla oblongata, z. B. durch eine Verletzung der Halswirbelsäule, führt meistens zum Tod. Andererseits kann der Mensch trotz Ausfalls eines großen Teils des Großhirns (Teilhirntod) mit Hilfe der Medulla oblongata weiterleben. Da sich hier die Zentren für die Atmung befinden, muss ein solcher Patient nicht einmal künstlich beatmet werden. Die Patienten befinden sich dann in einem tiefen Koma (Apalliker), sozusagen teilweise in der Ahnenwelt.
C.G.Jung sah einen direkten Bezug der Schlangensymbolik zur Medulla oblongata, dem Seelenportal.

Öffnen wir in der Imagination das Seelenportal auf die oben geschilderte Weise, so erhalten wir verstärkten Kontakt zur Ahnenebene, zur Ebene der Nicht-Inkarnierten. Blicken wir durch das „Fenster am Hinterkopf“ hinaus in die Ahnenwelt, so nehmen wir uns oft als umgeben von anderen Wesenheiten war. Eine Öffnung des Seelenportals ist nicht problematischer als die Öffnung und Aktivierung irgendeines anderen Energiezentrums im Körper. Dennoch ist in unserer Kultur das Jenseitige stark angstbesetzt. Man sollte diese Technik also in Gruppen nur in geschütztem Rahmen vermitteln und darauf achten, am Ende der Wahrnehmung das Seelenportal auch wieder zu verschließen, indem man die sich schließende Tür oder die sich schließenden Fensterläden imaginiert. Es hilft auch ein sanfter Druck auf die Medulla. Hält man das Seelenportal sehr lange offen (z.B. über 30 Minuten), so kommt es oft zu einem Gefühl, nicht komplett im Körper verankert zu sein. Ein mehrmaliges Anspannen der Muskeln, Hüpfen und Springen, verschließende Nahrung (z.B. Knoblauch), sowie erdende Nahrung (z.B. Kartoffeln), können helfen, die Beziehung der eigenen Seele zum physischen Körper wieder zu stärken. Erdungsübungen wie die „Bärenübung“ können den Effekt verstärken.

Der Blick in Ahnenräume, Seelenwege und Jenseitssphären hinein – insbesondere an Orten, wo der Schleier ohnehin dünner ist – hat für die meisten Menschen etwas sehr beruhigendes und glücksbringendes. Das sanfte vorübergehende Verschließen des Seelenportals kann übermäßig geöffneten Personen helfen, zur Ruhe zu kommen und sich den oft übermachtenden Wahrnehmungen kontrolliert zu stellen. In der Ahnenarbeit, kann der gezielte Einsatz des Seelenportals am Hinterhaupt, die Wahrnehmung deutlich stärken und klären.

 

Tipp: Seminar Grenzenlose Sinne

 

Bild Seelenportal © Stefan Brönnle (fotolia Grundlage)

Medulla oblongata© wikipedia: CC BY-SA 2.1 jp

 


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