Das magische Quadrat


Magisches QuadratJeder Zahl wohnt ein Archetyp inne, nach den Pythagoreern sogar eine Wesenheit. Zahlen zeigen die Ordnung des Universums. Im sogenannten magischen Quadrat treten diese archetypischen Wesen miteinander in Beziehung, sie interagieren und aus dieser Interaktion entsteht eine neue harmonische kosmische Ordnung. So wurden magische Quadrate schon früh als Schutzsymbole eingesetzt und fanden in der Magie Anwendung. In einem magischen Quadrat ist die Summe aller Zahlen in jeder Reihe, Spalte oder Diagonale dieselbe.

 

Das Lo Shu

Lo Shu QuadratDas Lo Shu – das „Buch vom Flusse Lo“ – ist ein sehr schlichtes magisches Quadrat. Seine Ordnungszahl ist 3. D.h. die Seitenlänge des Quadrates umfasst 3 mit Zahlen befüllte Einzelquadrate. Das Lo Shu ist Grundlage vieler Feng Shui-Analysen, gehen aus ihm und der Symbolik seiner Zahl doch die Trigramme und deren Zuordnungen zu den Himmelsrichtungen hervor. In Techniken wie dem Nine Star Ki, den „Lo Shu Omen“ oder dem Flying Stars beginnen die Zahlen im magischen Quadrat nach kosmischen Gesetzen zu „tanzen“ und veranschaulichen so auch Zeitqualitäten. Die Zahlensumme der Reihen ist 15.

 

 

 

 

 

 

Kuberakolam

kuberakolamDas Kuberakolam (auch als Kubera kolam geschrieben) ist ebenfalls ein magisches Quadrat der Ordnung drei und damit der indische Cousin des Lo Shu. V.a. in Südindien wird es mit Reismehl auf den Fußboden des Hauses aufgestreut. Es ist der hinduistischen Mythologie zufolge ein Symbol des Gottes Kubera, des Gottes des Reichtums, und soll so das Haus und seine Bewohnermit Wohlstand segnen. Im Gegensatz zum Lo Shu wird es nicht aus den Grundzahlen von 1 bis 9, sondern aus den Zahlen 20 bis 28 gebildet. Die Zahlensumme seiner Reihen ist 72.

 

 

Das Dürer-Quadrat

Dürer-QuadratIn seinem Meisterstich  „Melencolia I“, der die Alchemie und Magie zum Inhalt hat, verewigte Albrecht Dürer ein magisches Quadrat der Ordnung 4. Ihm gelang darin nicht nur ein Quadrat mit der Zahlensumme 34 in Reihen, Spalten und Diagonalen. Die Summe 34 ergibt sich überdies in jedem der 4 Quadranten und den 4 Zentrumsfeldern seines magischen Quadrates. Zudem ist die Summe der vier einander gegenüberliegenden mittigen Randfelder jeweils 34 (5+9+8+12 und 3+2+15+14) und die 4 Eckfelder des gesamten Quadrates ergeben ebenfalls die Zahl 34. Viele weitere Zahlen-Symmetrien sind in Dürers Quadrat enthalten. Albrecht Dürer gelang es überdies, die Zahl des Jahres, in dem er das Bild Melencolia I erschuf, in der unteren Reihe darzustellen: 1514.

 

 

 

 

 

Das Franklin-Quadrat

Franklin-QuadratDer Freimaurer und Rosenkreuzer Benjamin Franklin war Schöpfer von magischen Quadraten. Das Franklin-Quadrat der Ordnung 8 liefert die Zahlensumme 260, das Quadrat der Ordnung 16 liefert dagegen die Summe 2056.

 

Die magische Wirkung des Quadrates und damit natürlich auch seine Faszination ist eng mit der Harmonie der Zahlemnsymmetrie verbunden, die Ordnung in das Universum bringt. Die Summenzahl der Reihen und Spalten gibt dabei die Grundwirkung des magischen Quadrates vor:

15 = Starke Ausstrahlung und Anziehungskraft, Macht, Geheimnisse des Rosenkranzes, Gesetz und Gnade, Zahl der Ishtar

72 = Sonnenzahl (5 x 72 = 360), Präzessionszahl (in 72 Jahren wandert der Frühlingspunkt um 1 Grad). Zudem gilt die Zahlensymbolik der Quersumme 8: Begegnung zweier Welten, Fülle (Daher auch eine „Reichtumszahl“) und Unendlichkeit.

34 = In Indien eine Symbolik des Himmels (Sonne, Mond, die fünf Planeten und 27 Nakshatras). In China gilt die 34 aber als schlechtes Omen. Die Quersumme ist 7, die mit den 7 klassischen Planeten, der Verbindung von Geist (3) und Materie (4) und der Göttlichkeit korrespondiert.

 

Buchstabenquadrate

Eine Sonderform des magischen Quadrates stellen Buchstabenquadrate wie das SATOR-Quadrat dar.

 

 

 

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