Über den Umgang mit Verstorbenen in der geomantischen Arbeit


SchattengestaltenDie Zeit zwischen Ende Oktober und etwa Mitte November stellt eine Zeit des Übergangs dar, eine Nicht-Zeit, in der die Schwelle zwischen Dies-und Jenseits dünner zu werden scheint. In dieser Zeit feierten die Kelten ihr Samhain, hier liegen auch Allerheiligen (Halloween), Allerseelen und andere „jenseitsorientierte Feiertage“
(Siehe auch: Zeit der Seelen)

Interessanterweise treten gerade in dieser Zeit auch Fragestellungen in geomantischen Aufträgen vermehrt auf, die sich auf die eine oder andere Weise mit Verstorbenen, mit „Seelen“ oder „merkwürdigen gefühlten Präsenzen“ zu tun haben. In der Tat ist der Umgang mit den „Seelen Verstorbener“ (was hier aus unten genannten Gründen nur in Anführungszeichen zu setzen ist) fester Bestandteil geomantischer Arbeit.

Die Wahrnehmung nichtphysischer Präsenzen ist ein normaler Bestandteil des menschlichen Lebens. Inzwischen gibt es mehrere große repräsentative Umfragen, die zu dem Ergebnis gelangen, dass zwischen 9% und 42% der Bevölkerung davon berichten, Kontakte mit einem oder mehreren Verstorbenen gehabt zu haben, wobei die Prozentualwerte bei denjenigen, die einen geliebten Menschen verloren hatten deutlich höher liegen. (Nachtodkotakte/Studien)

In unserer Arbeit werden wir dabei zunächst stark mit dem christlichen Weltbild konfrontiert, wonach sich, das Bewusstsein, die „Seele“ eines Verstorbenen, nach dem physischen Tod nicht mehr diesseitsnah aufzuhalten habe, sie gelten schnell als „unerlöst“.
Abgesehen davon, dass der Begriff „Seele“ an sich schon sehr schwierig und kaum zu definieren ist, ist es im interkulturellen Vergleich durchaus so, dass z.B. Naturreligionen einen sehr natürlichen und positiven Umgang mit ihren Verstorbenen pflegen. Die Präsenz von jemandem, der keinen physischen Körper besitzt, ist etwas völlig Natürliches. Meist geht es in der geomantischen Arbeit daher vielmehr darum mit den Lebenden zu arbeiten als mit den Toten: Im Vordergrund steht dabei, die Angst zu nehmen und zu einer Natürlichkeit zurückzufinden.

Erst in zweiter Hinsicht wird dann die Aufmerksamkeit auf die nichtphysische Präsenz gerichtet. Grundsätzlich unterschiedet sich hier die Arbeit nur wenig von der eines Psychologen oder Psychotherapeuten: Es geht darum, mit dem Verstorbenen in Kontakt zu kommen, dessen Ängste und Emotionen zu beruhigen und alternative Wege aufzuzeigen. Ein weiteres Verbleiben in der Nähe zur physischen Realität ist dabei durchaus eine Option, insofern diese weder bei den lebenden noch beim Verstorbenen einen Leidensdruck erzeugt.

Räumlich kann auf spezielle Phänomene wie Einstrahlpunkte, Engelsfokusse und Seelenwege Bezug genommen werden. Die ersten beiden Phänomene bieten – wie der große Religionswissenschaftler Mircea Eliade es ausdrückte – einen „vertikalen Seelenweg“ an, während sogenannte „Seelenwege“ erdensphärennahe Ahnenplätze verbinden. Alle drei Strukturen können für den Weg der Seele eine Option bieten, die in freier Entscheidung selbst gewählt wird und in verschiedene Bewusstseinssphären führt. Die Haltung der Freiwilligkeit und freien Entscheidung ist dabei unbedingt zu achten und zu bewahren. Im Prozess der Klärung und der Wahl kann der Geomant als Vermittler und Helfer auftreten, der unter Umständen die Hilfe anderer geistiger Wesen in Anspruch nimmt.

Eine positive geomantische Jenseits-Arbeit zeigt sich äußerlich meist in einer deutlich leichteren Atmosphäre, in der Angstfreiheit des lebenden Klienten, sowie indirekt dadurch, dass die Lebenden ihr eigenes Leben wieder langfristig in den Griff bekommen und entwickeln können. Innerlich kommt es manchmal auch einige Zeit später noch einmal zu einem Kontakt mit der nichtphysischen Bewusstseinspräsenz, während dessen diese ihre aktuelle emotionale Befindlichkeit und ggf. ihren Dank übermittelt.

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